Beachtennis

Beachtennis – die Verbindung aus Sonne, Sand, Saitenspiel – wird jeden Sommer von Millionen Urlaubern am Strand gespielt. Viele stellen hier die erste Bekanntschaft zum Tennissport her. Die Varianten bei diesem Stranderlebnis sind vielfältig, die Regeln flexibel. Verschiedene Wettkampfformen haben sich in der Folgezeit gebildet. Seit Sommer 1998 ist Beachtennis fest im Regelwerk des Deutschen Tennis Bundes verankert. Die Popularität des trendy Sports mit Methodikbällen ist steigend. Im Jahre 2001 konnten die ersten Deutschen Beachtennis-Meister gefeiert werden.

In Schnaittenbach finden seit 2004 die Bayerischen Meisterschaften im Beachtennis auf den vier Beachcourts am Sportzentrum statt. Inzwischen zählt unsere Veranstaltung zu den größten deutschen Beachtennis-Events und erfreut sich über jährlich steigende Teilnehmerzahlen. Durch die deutlich höhere Nachfrage wird das Turnier bis auf weiteres in der Version Tennisschläger gespielt, jedoch unterstützen wir auch gerne weiterhin die Variante mit Paddles. In den Sommermonaten steht allen Interessenten der Court 4 zum Beachtennis-Training zur Verfügung. Auch in 2014 fanden wieder die 11. Bayerischen Meisterschaften in Schnaittenbach statt!

O Rückblick auf das Turnier 2016
O Rückblick auf das Turnier 2015
O Rückblick auf das Turnier 2014
O Rückblick auf das Turnier 2013


REGELWERK (VARIANTE TENNISSCHLÄGER – DOPPELFELD):

Die Abmessungen
Das Doppelfeld besitzt die Maße in der Länge 16-18 Meter, in der Breite 8-9 Meter. Das Netz ist 1,70 Meter hoch und kann / darf an den Seiten umspielt werden. Die Freizone an Seiten- und Grundlinien sollte ca. 2 Meter betragen. Das Feld umfassen je 2 Doppelseitenlinien.

Das Netz
Das spezielle, engmaschige Beachtenis-Netz (ein Durchfliegen des Balles durch die Maschen sollte jedoch nicht möglich sein) muss die gesamte Feldbreite überspannen, in der Mitte des Feldes aufgestellt werden und muss (in der Mitte gemessen) eine Höhe von 1,70 Metern haben. Höhendifferenzen der „Mitte“ zu den äußeren Bezugspunkten von bis zu 10 cm sind im Toleranzbereich.

Die Pfosten
Die Pfosten müssen verstellbar und stabil sein um die Netzspannung und -höhe zu erreichen und stehen außerhalb des Feldes.

Die Bälle
Die Bälle sind handelsübliche „Methodikbälle“ und unterscheiden sich farblich deutlich vom Sand.

Punkt-, Satz- und Spielgewinn

Der Spielbeginn
Das Spiel beginnt mit dem Losen um Aufschlag oder Platzseitenwahl. Der Sieger der Wahl kann Aufschlag, Rückschlag oder Seite wählen

Der Aufschlag
Der Aufschläger muss beim Aufschlag hinter der Grundlinie stehen. Der Ball wird mit Aufschlag von unten ins Spiel gebracht. Beim Aufschlag kann das ganze gegnerische Feld angespielt werden. Es gibt nur einen Aufschlagversuch. Bei Netzberührung wird der Aufschlag wiederholt.

Das Spiel
Der Ball darf, wie im normalen Tennisspiel, einmal springen. Da der Sand dies meist verhindert, wird er im allgemeinen mit Volleys im Spiel gehalten. Bei festem sandigem Untergrund ist ein Tennisspiel mit einmaligem Aufspringen des Balles möglich.

Die Zählweise der Sätze
Ein Satz endet mit 6 Gewinnspielen bei einem Vorsprung von 2 Gewinnspielen, wie im Tennis üblich. Bei 6:6 tritt die normale Tiebreak-Regelung in Kraft.

Die Zählweise der Spiele
Es gilt die traditionelle Zählweise mit 15, 30, 40 und Spiel mit einer Einschränkung: Die Zählweise der einzelnen Spiele erfolgt im Modus „no ad“, d.h., bei Einstand entscheidet der nächste Ball über den Spielgewinn.

Der Modus

Die Systeme
Im allgemeinen wird im so genannten Ligasystem gespielt, d.h., in Gruppen spielt jeder gegen jeden 1 Satz. 2 Gewinnsätze werden nur in den Endrunden unter Anwendung des K.O.- Systems gespielt. Abweichungen sind je nach Turnierform und Zeitplan möglich.

Die Schiedsrichter
Im Einvernehmen mit den Spielern wird ein Schiedsrichter bestellt. Es ist jedoch – nach Absprache – erlaubt, selbst das Schiedsrichteramt auszuüben, da die Abdrücke des Balles im Sand deutlich sichtbar sind. Dabei entscheidet jeder Spieler auf seiner Seite. Bei Unstimmigkeiten wird in jedem Falle ein neutraler Schiedsrichter durch die Turnierleitung bestellt.

Die Spielklassen
Die Spielklassen sind identisch mit den traditonellen Klassen im Ligabetrieb des DTB.

Vorbereitung des Spiels
Der Gewinner des Auslosens wählt entweder das Recht den Aufschlag auszuführen bzw. ihn anzunehmen oder die Spielfeldseite. Dem Verlierer bleibt die Alternative. Vor dem Spiel ist die Einspielzeit auf 5 Minuten begrenzt Spieler im Doppel dürfen nicht ausgewechselt werden. Vor dem Aufschlag müssen sich die Spieler vergewissern, ob die Gegner spielbereit sind. Es gibt keine Positionsfehler.

Zustand des Spiels
Der Ball ist mit Ausführung des Aufschlages von unten im Spiel. Der Ball ist innerhalb, wenn er den Boden des Spielfeldes einschließlich der Begrenzungslinie berührt. Der Ball ist außerhalb, wenn er vollständig außerhalb der Begrenzungslinie auf den Boden fällt bzw. einen Gegenstand oder eine Person berührt. Der Ball muss mit einem Teil des Schlägers gespielt werden. Bei mehreren Fehlern zählt nur der zuerst begangene.

Das Spielen des Balles
Der schlagende Spieler darf den Ball nicht zweimal hintereinander berühren, berührt er ihn allerdings während des Durchschwungs, so ist dies erlaubt. Ein Zusammenprall der Schläger eines Doppels beim Schlag ist kein Fehler. Eine Hilfestellung durch Partner oder andere Geräte als den Schlägern ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht gefangen oder mit dem Schläger geworfen werden. Der Ball bleibt im Spiel, wenn er bei Überquerung das Netz berührt. Netzberührung durch einen Spieler ist nicht erlaubt. Wenn der Gegner nicht in Netznähe ist oder nicht behindert wird, ist ein kurzzeitiges Unterlaufen des gegnerischen Netzbereiches erlaubt, z.B. nach einem Stopp des Gegners.

Auszeiten und Verzögerungen
Das Spiel ist ohne Verzug fortzuführen. Wird der Ball nicht binnen 20 Sekunden nach Aufforderung durch den Schiedsrichter ins Spiel gebracht, erfolgt ein Punktverlust. Bei Verletzungen ist dem verletzten Spieler eine Behandlungspause von 5 Minuten zu geben.
Wird das Spiel durch äußere Einflüsse unterbrochen, wird es anschließend beim selben Spielstand fortgesetzt. Eine Einspielzeit wird nicht gewährt.

Quelle: Deutscher Tennis-Bund e.V. / Bayerischer Tennis-Verband